Therapiezentrum Hof Feuler
Linder Weg 44
45770 Marl
PBM e.V. - Pflegeverein
für behinderte Menschen
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Tor der Hoffnung

Ein Ensemble aus zehn Teilen in sieben Stationen: Stahl, unterschiedliche Hölzer, Gitterrost, Tränenblech, Ketten, Spannschlösser, Pflaster.

Roter schreibt dazu: Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Kreuz: das der Behinderung, das des Unfalltodes, das des Ruhrbergbaus, aber auch das der Hoffnung.

Die sieben Stationen muss jeder beschreiten: Der Besucher, der Patient, die Begleitpersonen, der Therapeut und die Pferde.

 

Eingangs ist das "Tor der Hoffnung" , ein in Köcherfundamenten befestigter tonnenschwerer Ausbaubogen unter Tage, der die Last des Gebirges abfängt (unter diesem Bogen verläuft in 800 m Tiefe eine Verbindungsstrecke zweier Schächte des Bergwerkes "Schlägel und Eisen" ). In seiner Nähe - über der Unfallstelle des Feulererben - hängt das "Fahrten-Kreuz" , aus Rettungsleitern der Bergleute in den Luftschächten gearbeitet.

Die 2. Station "Tränenblech" besteht aus stählernem Industrieboden, jenem Tränenblech. Es ist ein auf dem Boden liegendes Kreuz, dem keiner ausweichen kann. An dieser Stelle sieht sich jeder, auch der Rollstuhlfahrer, ins Gesicht:

die 3. Station, "Spiegel oder der Bergmann für Energiesicherheit" , ist aus     Waschkauenspiegel gebaut, zum Teil erblindet, also behindert, mit Resten von Aufklebern.

Als 4. Station "Schwellen" hängt ein klobiges Kreuz aus schweren eichenen Grubenschwellen über dem Kopf beim Übertritt ins Freie.

Die 5., 6. und 7. Station "Roste", "Stempel", "in der Verspannung" werden trotz massiver Materialien optisch leichter: Gitterroste, Grubenstempel und Spurlatten aus Fördergerüsten sind über bzw. neben dem Betrachter gespannt. Während der Betrachter unter schwebenden Grubenstempeln steht, steht er auf einem weißgepflasterten Kreuz.

Der Gang bis dahin besteht sozusagen aus "banalen" Gegenständen, aus zum Teil grauen, unansehnlichen und schweren Materialien. Wenn sie hängen, werden sie tatsächlich "erhöht".

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